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Pressemitteilungen

30.06.2020 | | Mitteilung der Pressestelle
curasan AG einigt sich mit der DONAU INVEST Wien auf Sanierungskonzept über einen Insolvenzplan

Gläubigerausschuss und Insolvenzverwalter Frank Schmitt unterstützen Sanierungslösung DONAU Invest stellt Sanierungsbeiträge und Liquidität zur Verfügung und übernimmt anschließend die Gesellschaft Insolvenzverwalter Frank Schmitt von Schultze & Braun: „Ich sehe in dieser Sanierungslösung die Chance, dass die curasan AG auch in Zukunft als saniertes Unternehmen dauerhaft am Marktgeschehen teilnehmen kann. Der Erhalt des Unternehmens, der Arbeitsplätze und der Standorte in Kleinostheim und Frankfurt waren mir ein wichtiges Anliegen.“

Kleinostheim/Frankfurt. Im laufenden Insolvenzverfahren hat die curasan AG am Donnerstag eine verbindliche Investmentvereinbarung mit der Donau Invest Beteiligungs-Ges.m.b.H., Wien, zur finanziellen Sanierung des Unternehmens im Rahmen eines Insolvenzplans geschlossen.

Die Unterzeichnung der Investmentvereinbarung und des verbindlichen Eckpunktepapiers für den Insolvenzplan im Verfahren curasan AG erfolgte mit Zustimmung des Gläubigerausschusses und des Insolvenzverwalters, Rechtsanwalt Frank Schmitt von Schultze & Braun.

In Umsetzung dieser Vereinbarung wird den Gläubigern der curasan AG schnellstmöglich ein Insolvenzplan zur Abstimmung vorgelegt werden. Dieser sieht vor, dass die Donau Invest die erforderlichen Beträge bis zur nachhaltigen finanziellen Sanierung der curasan AG zur Verfügung stellt. Die Gläubiger der curasan AG, die auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten sollen, werden aus einem weiteren von der Donau Invest zur Verfügung gestellten Betrag mit einer Quote befriedigt, deren genaue Höhe auch von der Entwicklung des operativen Geschäftes in den nächsten Wochen abhängen wird. Das aktuell bereits in Umsetzung befindliche Sanierungskonzept wird im Interesse der Gläubiger des Unternehmens weiter umgesetzt. Die entsprechende Gläubigerversammlung wird in einem Abstimmungs- und Erörterungstermin voraussichtlich noch im Laufe des dritten Quartals 2020 über den dann vorzulegenden Insolvenzplan abstimmen. Aus heutiger Sicht ist mit einer Zustimmung zum Plan zu rechnen.

Um den Fortbestand der curasan AG bis zur Bestätigung des Insolvenzplanes sicherzustellen, hat sich die Donau Invest verpflichtet, die dazu erforderliche Liquidität dem Unternehmen im Wege eines sogenannten Massedarlehens zur Verfügung zu stellen.

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt marktüblicher Bedingungen, wie etwa kartellrechtlicher Freigaben.

Weiterer wesentlicher Bestandteil des den Gläubigern vorzulegenden Insolvenzplans für die curasan AG soll eine Kapitalherabsetzung auf voraussichtlich Null Euro sowie eine anschließende Barkapitalerhöhung sein. Die neuen Aktien sollen in einem ersten Schritt vollständig von der Donau Invest gezeichnet werden. Die Altaktionäre werden an dieser Kapitalmaßnahme nicht beteiligt. Ein Recht zur Zeichnung neuer Aktien wird ihnen nicht eingeräumt. Nur so ist eine durchgreifende Sanierung der curasan AG darstellbar. Die rechtliche Zulässigkeit eines derartigen Vorgehens wurde von den zuständigen Gerichten unter anderem in den Insolvenzverfahren der Pfleiderer AG und der IVG AG, die ebenfalls über einen Insolvenzplan saniert worden sind, bestätigt. Beide Pläne wurden auf diese Weise umgesetzt. Aufgrund dieser Maßnahmen sollen die bestehenden Aktionäre aus der Gesellschaft ausscheiden. Im Rahmen des Insolvenzplanes soll die curasan AG dann „delistet“ werden und als nicht börsennotierte Gesellschaft fortbestehen.

Curasan-Vorstand Dr. Alexander Baretta: „Ich denke, dass wir für die curasan AG eine sehr gute Sanierungslösung geschaffen haben, die dem Unternehmen eine langfristige Perspektive mit einem starken Finanzierungspartner ermöglicht. Dafür habe ich gerne und sehr konstruktiv mit dem Management-Team und dem Insolvenzverwalter zusammengearbeitet.“

Insolvenzverwalter Frank Schmitt von Schultze & Braun: „Ich sehe in dieser Sanierungslösung die Chance, dass die curasan AG auch in Zukunft als saniertes Unternehmen dauerhaft am Marktgeschehen teilnehmen kann. Der Erhalt des Unternehmens, der Arbeitsplätze und der Standorte in Kleinostheim und Frankfurt war mir ein wichtiges Anliegen.“

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